
“So, fertig.”, sagte die Friseurin.
Ich schaute in den Spiegel. Mein Spiegelbild sah in etwa so aus wie auf der obigen naturgetreuen Darstellung.
“Äh, meinst du nicht, dass du da auf der linken Seite noch ein bisschen was wegnehmen kannst?”, fragte ich höflich.
Die Friseurin strich durch das etwa 80 Zentimeter große Haarbüschel.
“Nein, nein. Das ist gut so.”, sagte sie.
Nun griff auch ich nach dem Haarbüschel.
“Aber schau doch mal. Das ist doch überhaupt nicht gerade hier.”
Aber die Friseurin schüttelte den Kopf.
“Da kann ich nichts machen. Du hast da einen Wirbel.”
Ich wunderte mich. Von einem Tag auf den anderen schien mein Körper komplett verrückt zu spielen. Urplötzlich musste ich mit unbezähmbaren Wirbeln um die Herrschaft über meine Menschenwürde kämpfen. Vielleicht würden mir schon bald eine zweite Nase und ein drittes Bein wachsen.
Dann aber fragte ich mich, ob nicht vielleicht eher der Friseurin ein Wirbel irgendwo wächst. Allerdings muss es ein ganz schwerer Fall sein. Er wächst nicht auf dem Kopf. Sondern in den Kopf hinein.