Archiv für Oktober 2010

Der Wirbel

Donnerstag, 28. Oktober 2010

“So, fertig.”, sagte die Friseurin.

Ich schaute in den Spiegel. Mein Spiegelbild sah in etwa so aus wie auf der obigen naturgetreuen Darstellung.

“Äh, meinst du nicht, dass du da auf der linken Seite noch ein bisschen was wegnehmen kannst?”, fragte ich höflich.

Die Friseurin strich durch das etwa 80 Zentimeter große Haarbüschel.

“Nein, nein. Das ist gut so.”, sagte sie.

Nun griff auch ich nach dem Haarbüschel.

“Aber schau doch mal. Das ist doch überhaupt nicht gerade hier.”

Aber die Friseurin schüttelte den Kopf.

“Da kann ich nichts machen. Du hast da einen Wirbel.”

Ich wunderte mich. Von einem Tag auf den anderen schien mein Körper komplett verrückt zu spielen. Urplötzlich musste ich mit unbezähmbaren Wirbeln um die Herrschaft über meine Menschenwürde kämpfen. Vielleicht würden mir schon bald eine zweite Nase und ein drittes Bein wachsen.

Dann aber fragte ich mich, ob nicht vielleicht eher der Friseurin ein Wirbel irgendwo wächst. Allerdings muss es ein ganz schwerer Fall sein. Er wächst nicht auf dem Kopf. Sondern in den Kopf hinein.

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Ein ereignisreiches Leben

Montag, 18. Oktober 2010

Bei “Wer wird Millionär?” wurde neulich in der Vorstellungsrunde das Leben eines Kandidaten mit folgenden Worten zusammengefasst: “Helmut Kohl half ihm nach einem Sturz vom Boden auf.”.

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Top der Woche

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Der Tag fängt gut an. Unsere Kampagne für Paschen Bibliotheken ist “Top der Woche” in der HORIZONT. Vielen Dank!

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Happy birthday to me!

Montag, 11. Oktober 2010

Heute wird dieser Blog ein Jahr alt.

Bis jetzt wurden hier insgesamt 219 Artikel veröffentlicht und es gab 3.445 Besuche, die im Durchschnitt 1,47 Minuten dauerten. Am häufigsten angeklickt wurden die Links “Mein Leben kann mich am Arsch lecken” und “Tobias Geigenmüller”.

Die Besucher aus Deutschland kamen aus 236 unterschiedlichen Städten. Die meisten aus Berlin, gefolgt von Hamburg, Nürnberg, Düsseldorf und München.

Aber auch in 37 anderen Ländern wurde dieser Blog gelesen. Die meisten nichtdeutschen Leser stammen aus der Schweiz, Österreich, den USA und Frankreich.

15 Besucher riefen bei einem einzigen Besuch über 20 Seiten auf, 23 verweilten über eine halbe Stunde auf der Website.

Die meisten Besucher kamen über Google, dicht gefolgt von direkten Zugriffen und Besuchen über Facebook. Als Suchbegriffe wurden am häufigsten verwendet:

1. “tobias geigenmüller”

2. www.tobias-geigenmueller.de”

3. “schweinekopf vor tür legen”

Aber natürlich gibt es auch andere interessante Suchbegriffe, über die Besucher auf diesem Blog landeten:

1. “ballon d’air multifunctionné” (10 Besuche)

2. “der dieter ist halt so ‘ne feige, weil er kriterien nicht einstecken kann” (7 Besuche)

3. “bruder schwanz steif ferien” (3 Besuche)

4. “deine füße schöne grüße” (2 Besuche)

5. “beamten der ausländerbehörde sind auch menschen” (1 Besuch)

6. “bushido erektion” (1 Besuch)

7. “würde dich gern wiedersehen nürnberg” (1 Besuch)

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Lesern bedanken und hoffe, dass es euch auch weiterhin gefällt. Ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Jahr.

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Die Art Forum, der größte Mülleimer der Stadt

Donnerstag, 07. Oktober 2010

Gestern Abend war ich mit meiner Freundin bei der Eröffnung der Art Forum 2010. Leider wurde das Konzept dieser eigentlich phänomenalen Ausstellung in diesem Jahr leicht verändert. Die Organisatoren haben sich anscheinend große Mühe gegeben, diesmal alles so langweilig wie möglich zu gestalten. Mit Erfolg.

Trotzdem durften wir einige wichtige Erkenntnisse gewinnen.

1. Müll niemals zu Hause wegschmeißen. Einfach rechtzeitig in die Messehallen bringen.

2. Manche Orte sind vielleicht nicht schön, während man dort ist. Aber dafür, wenn man sie wieder verlässt.

Hier eine kleine Anleitung, wie auch Sie es im nächsten Jahr zur Art Forum “schaffen” können:

Der Ansatz “Müll kombinieren”:


Jeder hat im Keller noch irgendwelchen Krempel rumfliegen. Meistens, weil man die Sachen zu hässlich findet, um sie in der Wohnung den Blicken der Gäste auszusetzen. Aufgabe: Gehen Sie hinunter und greifen Sie sich mit geschlossenen Augen die ersten zwei Dinge, die Sie finden. Legen Sie sie übereinander. Fertig. Einfach ein Foto machen und an die Veranstalter der Art Forum schicken.

Der Ansatz “Putzfrau kündigen”:

Der Sauberkeitsfimmel unserer Gesellschaft blockiert doch vor allem eines: unsere Kreativität. Aufgabe: Kündigen Sie Ihrer Putzfrau und lassen Sie alles bei Ihnen zu Hause so richtig schön speckig werden. Dann laden Sie ein paar Kumpels ein und lassen sie besoffen mit Ihren Fettfingern auf den Badezimmerspiegel tatschen. Fertig. Foto machen. Abschicken.

Der Ansatz “Nachbarn beklauen”:

Sie haben selber nicht genug Müll bei sich zu Hause? Kein Problem. Aufgabe: Klauen Sie einfach die alten Sachen, die Ihre Nachbarn im Hausflur rumliegen lassen. Oder eben das, was Sie im Hof neben den Mülltonnen finden. Nebeneinander legen. Foto machen. Abschicken.

Der Ansatz “Alte Sachen an Wände werfen”:

Sie kaufen sich etwas Neues und brauchen die alten Dinge nicht mehr? Aufgabe: Schmeißen Sie die ausrangierten Gegenstände einfach an eine Wand in Ihrer Nähe. Für Fortgeschrittene: Wer es lieber etwas gesellschaftskritischer mag, behält die alten Sachen und schmeißt die neuen an die Wand. Voilà. Foto machen. Abschicken.

Der Ansatz “Kinder nutzen”:

Sie haben keine Lust, in den Keller zu gehen oder ihre Nachbarn zu beklauen? In Ordnung. Die Tür zur Art Forum steht Ihnen immer noch offen. Aufgabe: Nutzen Sie die Kreativität Ihrer Kinder. Die haben noch Phantasie. Und Kindern ist es auch nicht zu kindisch, sich hinzusetzen und komische Bilder zu malen. Wunderbar. Foto machen. Abschicken.

Na dann: Herzlichen Glückwunsch. Sie sind jetzt Künstler. Und ich bin Ihr Agent.

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Der schönste Platz für große Geschichten

Mittwoch, 06. Oktober 2010

Agentur: lawinenstift

Kreativchef: Stefan Litwin

Idee: Patrick They, Tobias Geigenmüller

Art Direction: Mirella Mustapic, Achim Vedam

Text: Tobias Geigenmüller

Grafik: Christian Podratzky

Fotografie: Tom Fischer

Beratung: Marianne Rasmussen, Stefan Krüger

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Der Traumhund

Mittwoch, 06. Oktober 2010

Traumhafter Strand. Traumhaftes Meer. Traumhafte Luft. Hund pinkelt an Pflanze.

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Ich hab da mal was mitgenommen

Dienstag, 05. Oktober 2010

Jean Pütz ist ein beeindruckender Mann. Ganz besonders, wenn er isst.

Beim perfekten Promi-Dinner blieb in seinem phänomenalen Schnäuzer so dermaßen viel Essen hängen, dass Frauenzeitschriften seinen Bart umgehend als Diätmethode anerkennen sollten. Manchmal war man sich gar nicht sicher, ob das da über seiner Oberlippe überhaupt ein Bart ist – oder ob er an dieser Stelle nicht einfach ganz viel Essen übereinander gestapelt hat, für schlechte Zeiten.

Es klebten solch gigantische Mengen in seiner Bürste, dass er sich mit großer Wahrscheinlichkeit noch den Rest des Jahres davon hätte ernähren können. Eventuell sogar seine gesamte Familie. Wenn Jean sich und seinen Lieben mal etwas kochen möchte, muss er einfach nur eine Pfanne nehmen und seinen Bart kurz darüber ausschütteln. Auf diese Weise kann Herr Pütz jedes Mal wieder etwas Überraschendes zaubern.

Er ließe sich wohl auch ganz wunderbar als mobiles Buffet auf Parties einsetzen, wo die Gäste sich einfach aus seinem Erlebnis-Bart bedienen dürften. Ein halbes Retro-Hähnchen aus den 70er Jahren? Eine Banane von 1989? Ein Stück Millennium-Torte von 1999? Kein Problem. Jean Pütz hat von fast allem noch etwas dabei.

Als ich gestern mit meiner Freundin essen war, hätten wir ihn nur zu gern mitgenommen. Es gab Käsespätzle.

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Mein Lieblingswitz

Dienstag, 05. Oktober 2010

Heute möchte ich euch einen der wenigen Witze erzählen, an die ich mich noch erinnern kann. Er geht so:

Im tiefsten Sachsen. Ein Vater geht mit seinem Sohn in den Wald, um ihm die Tierwelt zu zeigen. Die beiden klettern auf einen Hochsitz. Der Sohn guckt nach Norden, während der Vater in die andere Richtung sieht, nach Süden.

Plötzlich entdeckt der Vater eine nackte Frau. Im selben Moment erspäht der Sohn auf der anderen Seite ein paar Füchse.

Aufgeregt ruft der Sohn: “Bobo! Figgse! Figgse!”

Daraufhin sagt der Vater ruhig: “Nö güt. Wönn dö dör Müddi nüschts sachst.”

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