Archiv für September 2010

Deutschland sucht mich nicht

Mittwoch, 29. September 2010

Als ich mich heute mit der U-Bahn zum Casting von “Deutschland sucht den Superstar” aufmachte, fragte ich mich die ganze Zeit, wer von den anderen Fahrgästen wohl sonst noch auf dem Weg dorthin sei. Da erblickte ich ihn – und schlagartig wurde mir klar, dass die Konkurrenz groß werden würde. Zu groß.

Ich konnte es kaum fassen. Er saß direkt vor mir: der nächste Robbie Williams. Von Kopf bis Fuß schon jetzt ein Superstar. Vor allen Dingen von Kopf.

Das war der Moment, in dem ich mir eingestehen musste, dass ich es wohl auch dieses Jahr nicht in den Recall schaffen werde. Gegen diese Erscheinung werden ich und all jene, mit denen ich zusammen die Sonnenbank gedrückt habe, wie blutige Anfänger aussehen.

Aus der Traum vom Privatjet. Kein Kokain. Keine zwanzig exotischen Vornamen für mein Kind. Keine schwitzigen Hausmütterchen, die mir parfümierte Briefe schicken. Nein. Deutschland sucht mich nicht. Ich bin schon die ganze Zeit hier. Und es hätte mich längst finden müssen.

Also, du fantastischer Übermensch aus der U-Bahn – ich wünsche dir für die Motto-Shows alles Gute. Mögest du mindestens so erfolgreich werden wie Mehrzad Marashi. Let you entertain me. Aber bitte: Bleib auf dem Boden. Und vergiss nie, wo alles angefangen hat – in der Kastanienallee 82. In der Schlange direkt neben der zertretenen Hundekacke. Schön, dass Deutschland dich nach der achten Staffel endlich gefunden hat.

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Build anything

Donnerstag, 23. September 2010

Ein schöner Film für LEGO.

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Da schau her!

Donnerstag, 23. September 2010

Ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden ist bei der Schaufenstergestaltung das A und O. Nur so entstehen wirklich gekonnte Kombinationen, die im Ganzen ein schlüssiges Bild ergeben.

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I am your Guru

Montag, 20. September 2010

Seit gestern bin ich ein neuer Mensch. Denn ich war auf der Esoterikmesse. Oder besser: Ich durfte die ganzheitliche Erfahrung machen, erleuchtet zu werden. Die “Esoterik” ist in der ursprünglichen Bedeutung eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten “inneren” Personenkreis zugänglich ist. Andere traditionelle Wortbedeutungen beziehen sich auf einen inneren, spirituellen Erkenntnisweg, auf ein “höheres”, “absolutes” Wissen.

Und: ja. Ich spüre es. Jetzt bin ich bereit. Lasst mich euer Guru sein.

Angefangen hat alles mit diesem liebevoll befestigten Plakat. Nach 20 Jahren als erfolgreiches Messeforum ist es eben einfach notwendig, sich auch in der Außenwirkung stets professionell darzustellen.

In den heiligen Messehallen wartete dann eine Erleuchtung nach der anderen. Beispielsweise die “Golden Aladdin Vitalkaraffe mit Stöpsel”, im formvollendeten Feng Shui Design in 6-welliger Dynamik nach dem Naturgesetz des Goldenen Schnitts. Das darin befindliche Wasser, so wissen die Wissenden, wird in seiner Lebenskraft gestärkt und im Geschmack blumiger. Und das Ganze für esoterische 56 €.

Im Vergleich “normales Wasser” vs. “Vitalwasser” überzeugte jedenfalls klar das Vitalwasser. Nicht zuletzt dank des Verkaufsarguments des Händlers: “Ist beides nass, aber das eine hat halt eine ganz andere Wirkung.”

Als Nächstes erwartete mich eine “Star-Hellseherin”, die wirklich unglaublich bekannt gewesen sein muss. So bekannt, dass ein Schild an ihrem Stand hing, auf dem nachzulesen war, woher sie so dermaßen bekannt ist. Nämlich aus TV und Radio, Presseartikeln und so weiter und so fort. Ich schämte mich fast ein bisschen, weil mir die Dame bis dahin gänzlich unbekannt war. Ihren Bereich hatte sie mit dem Bild eines anderen bekannten Esoterikers geschmückt.

Danach begegnete ich einem wahrhaften Künstler. Jemand, der nicht einfach nur irgendwelche Portraits von Passanten zeichnet, wie man es aus der Fußgängerzone kennt – nein. Dieser Künstler hatte Mittel und Wege gefunden, mit seinem Stift etwas ganz anderes einzufangen.

Übrigens ist dieser Blog ab jetzt auch esoterisch. Ich habe ihn gestern mit Weihrauch gesegnet und eine Internet-Geister-Reinigung mit Channelling durchgeführt, bei dem Kontakt zu verstorbenen Pixeln aufgenommen wird. Die Energie wird gebündelt und über eure Tastatur freigesetzt, sobald ihr meine Internetseite besucht. Bitte überweist mir dafür einen kleinen Obolus von 1.299 €. Möge die Macht mit euch sein. Vielen Dank.

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Spaghetti nach altem Familienrezept

Montag, 20. September 2010

Selten zuvor habe ich mehr Erotik erlebt. Sebastian überrascht seine geliebte Michaela mit einer Idee, die er selbst “kreiert hat”: Spaghetti nach altem Familienrezept – mit Hackfleisch und Ketchup, serviert auf seinem nackten Premium-Oberkörper.

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Das erotische Autohaus

Mittwoch, 15. September 2010

Sucht man bei Google nach dem berühmten Erotikfilmproduzenten “Russ Meyer”, erscheint kurioserweise schon als zweiter Eintrag der Link zu einem Autohaus im Osten Hamburgs.

Link zum Autohaus

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Die kleine Englischstunde

Freitag, 10. September 2010

Da ich dem Smalltalk noch nie sonderlich viel abgewinnen konnte, vermeide ich es normalerweise, beim Friseur allzu viel zu sprechen. Manche Friseure akzeptieren das aber nicht so einfach und möchten mich trotzdem in ein Gespräch verwickeln. So wie derjenige, der mir heute die Haare schnitt.

“Und? Was hast du heute noch so vor?”, fragte er freundlich.

Ich, höflich, wie ich bin: “Ich gehe heute Abend noch in ‘Inception’.”

Er: “Ah, ja, hab isch von gehört. Ist dieser Film, wo alle mitmachen, wa?”

Ich, keine Ahnung, wovon er redet: “Äh, ja, ja, genau.”

Er: “Mit Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis und so, wa? Wollt’ isch auch noch rein.”

Ich: “Ah! Nee, nee. ‘Inception’ ist dieser Traumfilm mit Leonardo DiCaprio.”

Er: “Ach so, mit dem. Der hat doch vorher diesen Film über Island gemacht, oder?”

Ich, keine Ahnung, wovon er spricht: “Über Island?”

Er: “Ja, irgendwas mit Island. Wie hieß denn sein letzter Film noch mal?”

Ich überlegte. Hat Leonardo DiCaprio jemals einen Film über Island gedreht? Doch dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Ich: “Ach so. Du meinst ‘Shutter Island’!”

Manchmal kann es eben doch recht unterhaltsam sein, ein bisschen mit seinem Friseur zu plaudern.

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Die Wahrheit hinter dem Berliner-Kindl-Plakat

Donnerstag, 09. September 2010

So schmeckt Berlin. Nach einem regnerischem Tag, an dem man auf die absolut bescheuerte Idee kommt, sich mit ein paar Kumpels unter den Säulen irgendeiner Sehenswürdigkeit zu treffen, um dort ein Bier zu trinken.

Der arme Kerl, der die Getränke vom Restaurant gegenüber holen soll, hat in seinem Leben nur anscheinend schon ein paar Biere zu viel getrunken. Über die Jahre hat er jeglichen Orientierungssinn verloren und läuft nun mit einem debilen Grinsen in die vollkommen falsche Richtung.

Seine beiden Kumpels lachen sich währenddessen im Hintergrund über ihn kaputt.

Traumhaft. Ein Tag, wie sich ihn die meisten von uns wirklich nur wünschen können.

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Jeder hat eine Leidenschaft

Donnerstag, 09. September 2010

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Auf der Suche

Mittwoch, 08. September 2010

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